Miyosmart - der Kurzsichtigkeit einen Schritt voraus

Was ist Kurzsichtigkeit?

Kurzsichtigkeit (Myopie) ist eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Fehlsichtigkeiten. 

Menschen allen Alters sind von ihr betroffen. Dabei werden die Lichtstrahlen statt auf der Netzhaut vor ihr gebündelt. Das hat zur Folge, dass die Sehschärfe Betroffener bei zunehmender Entfernung abnimmt. Auslöser ist dabei oftmals ein “zu lang gewachsenes” Auge, bei der die Netzhaut entsprechend weiter hinten liegt. Die Ursachen für Myopie können sowohl angeboren, als auch erworben sein. So kann beispielsweise ein erhöhter Blaulichtanteil, dem das Auge durch Bildschirme und Handyscreens ausgesetzt wird, zur Entwicklung von Kurzsichtigkeit beitragen. Auch zu wenig natürliches Licht durch zu geringe Zeit im Freien kann ein negativer Einflussfaktor sein. Hinzu kommen die mittlerweile deutlich veränderten Sehanforderungen im Schul- und Arbeitsalltag; fast ausschließlich wird im Nahbereich gearbeitet (PC, Handy, Tablet etc.).
Bei Kindern im Schulalter fällt die Fehlsichtigkeit oftmals dadurch auf, dass Zahlen oder Buchstaben an der Tafel nicht mehr erkannt werden können.

Herkömmliche Korrektur von Myopie

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Physikunterricht: “Konvex – Buckel wie ne Hex!” ist eine der bekannteren Eselsbrücken, um sich den Unterschied zwischen Konkav- und Konvexlinsen, das heißt nach innen bzw. nach außen gewölbten Linsen, einzuprägen. Bei Myopie wird im Normalfall eine Konkavlinse als Brillenglas verwendet. Diese sorgt für eine Verschiebung des im Auge projizierten Bildes nach hinten auf die Netzhaut.  Als Bezugspunkt für diese Art Gläser dient zum optimalen Ausgleich die Netzhautmitte. Dadurch sind auch weiter entfernte Gegenstände o.ä. wieder scharf zu erkennen. Allerdings führt diese Art des Ausgleichs zu einer Art “Überkompensation” in der Peripherie des Auges. In der Fachsprache wird dieses Phänomen “hyperoper Defokus” genannt. Das bedeutet konkret, dass im Randbereich des Sichtfeldes im Verhältnis zum Rest des Auges “zu scharf” gesehen wird. Das führt dazu, dass das Auge der Sehschärfe sozusagen “hinterher wächst”, also größer wird. Dadurch verstärkt sich die eigentliche Ursache der Kurzsichtigkeit durch ihre Korrektur wieder selbst. Ein Teufelskreis. 

Miyosmart-Brillengläser

Es gibt verschiedene Ansätze, um diesen Zirkelschluss zu durchbrechen. Eine Art dies zu tun, sind Miyosmart-Gläser der Firma HOYA. Im Gegensatz zu normalen Einstärkengläsern haben diese neben einer zentralen Zone mit negativen (das heißt auf kurzsichtige Sehstärke abgestimmte) Dioptrien auch eine sogenannte D.I.M.S.-Zone. D.I.M.S steht dabei für “Defocus Incorporated Multiple Segments” und ist eine Zone mehrerer hundert kleiner Segmente positiver Dioptrien, die um die zentrale negative Zone angeordnet sind. Diese Zone kompensiert den oben beschriebenen „hyperopen Defokus“ und sorgt für eine andere Sehstärke in der Peripherie des Auges. Dadurch werden die Wachstumsanreize für das Auge begrenzt. Das Längenwachstum kann somit verlangsamt und eine fortschreitende Myopie verlangsamt werden. Konkret konnte ein Fortschreiten der Kurzsichtigkeit innerhalb von zwei Jahren um bis zu 60% reduziert werden. Es wird dadurch oftmals möglich, das Längenwachstum des Auges auf eine normales Maß zu reduzieren.

Mittlerweile gibt es auch von anderen Glasherstellern Brillengläser zur Myopiekontrolle, wie z.B. Stellest (Essilor), MyCon (Rodenstock), MyKids (Optovision) und MyoCare (Zeiss).
Auch wenn die Gläser unterschiedlich aufgebaut sind, basieren sie alle auf der Kompensation des „hyperopen Defokus“, wie oben beschrieben.

Eine andere Möglichkeit der Korrektur besteht mittels Contactlinsen. Auch hier basiert das Funktionsprinzip auf der Kompensation des „hyperopen Defokus“. D.h., auch hier kann nicht mit „normalen“ Contactlinsen gearbeitet werden, sondern es müssen spezielle Myopielinsen zum Einsatz kommen. Diese werden sowohl als Tauschlinsen, als auch als individuelle Jahreslinsen angeboten.

Lassen Sie sich gerne von uns beraten – wir sind Expert:innen!

Seien Sie der Kurzsichtigkeit einen Schritt voraus!

Was bedeutet das konkret für Ihr Kind? Wenn die Myopie frühzeitig entdeckt und entsprechend mit Miyosmart-Gläsern eingedämmt wird, ermöglichen Sie Ihrem Kind dadurch Entlastungen in der Schule, aber auch später in der Ausbildung und im Beruf, bei der Führerscheinprüfung und bei täglichen Alltagshandlungen. Außerdem wird die Gefahr für typische Augenerkrankungen, wie sie bei hohen Kurzsichtigkeiten im (späteren) Erwachsenenalter vermehrt auftreten, deutlich reduziert.

Friedemann Bruske ist zertifizierter Miyosmart-Experte. In einem extra dafür eingerichteten Messraum vermessen wir die Augen Ihres Kindes und versuchen die zukünftige Entwicklung der Myopie abzuschätzen. Durch den Einsatz der entsprechenden Miyosmart-Gläser sind wir gerne an Ihrer und der Seite Ihres Kindes – der Kurzsichtigkeit einen Schritt voraus.